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Máriatövis

Mariendistel (Sylibum marianum)

Auch die Mariendistel (Sylibum marianum) ist eine seit langem bekannte und verwendete Heilpflanze. Der Legende nach floss die Milch Marias auf die Pflanze, als sie Jesus stillte, und dies verursachte weiße Punkte auf der Pflanze. Vor diesem Hintergrund ist es interessant, dass die Mariendistel auch eine milchbildende Wirkung hat und bis heute zu diesem Zweck verwendet wird. Bereits der griechische Arzt Dioskurides erwähnt die Mariendistel in seinen Notizen, und auch die römische Medizin nutzte sie zur Behandlung von Leberproblemen, da sie auch in einem medizinischen Buch von Matthiol aus dem Jahr 1626 erwähnt wird, ebenfalls im Zusammenhang mit ihrer leberschützenden Wirkung.

Wenn Mariendistel, dann Leberschutz. Obwohl sie nicht nur zum Schutz und zur Entgiftung der Leber geeignet ist, ist dies dennoch die wertvollste Eigenschaft der Mariendistel, da der Schutz unserer Leber aus gesundheitlicher Sicht ein äußerst wichtiges Thema ist. Ihr Hauptwirkstoff ist Silymarin, das Leberentzündungen (siehe Hepatitis) heilt und die Größe einer Fettleber reduziert, die durch übermäßigen Alkoholkonsum oder eine fettreiche Ernährung entsteht. Sie kann die Leber bis zu einem gewissen Grad von durch Leberzirrhose verursachten Schäden regenerieren und trägt dazu bei, Schwermetalle und Abbauprodukte von Medikamenten zu entfernen, die die Leber schädigen. Sie mildert Entzündungen und unterstützt die Regeneration des Lebergewebes.

Interessant ist, dass Mariendistel ein natürliches Gegenmittel gegen Grünem Knollenblätterpilz ist. Oft wird der Knollenblätterpilz mit einem Speisepilz verwechselt, und dieser Fehler endet oft tödlich. Das Gift des Pilzes zerstört die Leber, und Mariendistel kann dies verhindern, wenn sie innerhalb von 10 Minuten nach der Vergiftung in den Körper eingeführt wird.

Zusätzlich zur Unterstützung der Milchproduktion übt sie eine gute Wirkung auf die Gesundheit der Galle, sodass sie indirekt die Verdauung verbessert und die Symptome des Reizdarmsyndroms (IBS) lindert.

Ein Hinweis auf ihre leberschützenden Eigenschaften ist auch, dass Mariendistel auch gegen Schuppenflechte hilft, denn Schuppenflechte kann mit bestimmten Giftstoffen einhergehen, die die Leber normalerweise abbauen sollte, dies aber aus irgendeinem Grund nicht tut. Mariendistel verbessert die Leberfunktion und trägt so indirekt zur Bekämpfung von Schuppenflechte bei.

Im Hinblick auf die Hautgesundheit ist Mariendistel nicht nur gegen Psoriasis erfolgreich. Die darin enthaltenen Tannine bechleunigen die  Heilung von Wunden und Hämorrhoiden. Mariendistel schützt die Haut vor UV-Strahlen und verringert so das Risiko von Hautkrebs.

Dank Ihrer Antioxidantien hilft sie Krebs (hauptsächlich Prostata-, Brust- und Gebärmutterhalskrebs) vorzubeugen und die Haut jung zu halten.

Sie ist auch gut gegen niedrigen Blutdruck und hohen Cholesterinspiegel und schützt das Herz-Kreislauf-System.

In einem 24-wöchigen Experiment iranischer Forscher erwies sich die Mariendistel als wirksam bei der Behandlung von Leberschäden durch das Hepatitis-C-Virus, da sie nicht nur eine messbare Verbesserung der Leberwerte, sondern auch des Wohlbefindens der Patienten bewirkte.

Mariendistel wird vor allem zur Behandlung von Leberproblemen eingesetzt, denn sie entgiftet die Leber von angesammelten Giftstoffen und Schwermetallen. Sie ist fähig bis zu einem gewissen Grad Leberschäden heilen,  die durch Alkohol oder eine fettreiche Ernährung verursacht wurden und spielt  eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Virushepatitis.

Durch den Schutz der Leber kann sie bei Schuppenflechte, Gallensteinen und Verdauungsproblemen helfen, z.B. bei der Behandlung von Reizdarmsyndrom.

Die Pflanze hat eine gute Wirkung auf die Haut; hilft bei der Wundheilung, schützt vor UV-Strahlen und hält dank ihrer Antioxidantien die Haut jung, weshalb sie auch als Inhaltsstoff in Kosmetika oft auftritt.

Sie schützt das Herz-Kreislauf-System, senkt den Cholesterinspiegel und erhöht den niedrigen Blutdruck, lindert Menstruationsbeschwerden und erhöht die Milchproduktion.

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK11896/
  2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22091246/
  3. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3414726/