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Fahéj

Zimt (Cinnamomum zelanycum)

Zimt (Cinnamomum zelanycum) ist ein so bekanntes Gewürz und Teil der alltäglichen Küche, dass viele Menschen bei der Wahl zwischen Kuchen, Zimtschnecken oder Zimtkaffee nicht einmal auf die Idee kommen würden, dass es sich um ein Heilkraut handelt. Zimt hat in seiner Verwendung eine jahrtausendealte Geschichte. Die Ägypter nutzten ihn nicht nur zur Heilung, sondern auch zum Einbalsamieren von Mumien, aber auch in der Bibel wird es erwähnt. Den alten Kaufleuten zufolge war es sehr schwierig, dorthin zu gelangen, da es in einem See wächst, der von fledermausähnlichen Vögeln bewacht wird, die jeden angreifen, der sich in die Nähe des Sees wagt. Ob das stimmte oder nicht, sagt das Gerücht nicht, aber die Geschichte war durchaus geeignet, den Preis für Zimt hoch zu halten. Deshalb war Zimt schon vor langer Zeit, im Mittelalter, ein Privileg der Reichen und wurde den Königen geschenkt. Glücklicherweise ist es mittlerweile leicht zugänglich, seine medizinische Wirkung bleibt jedoch dieselbe.

Der Wirkstoff der meisten Kräuter liegt entweder in der Frucht oder in den Blättern. Eine Ausnahme bildet Zimt, denn die Inhaltsstoffe, die ihm seine heilende Wirkung verleihen, befinden sich in der Rinde. Zimt enthält Mangan, Kalzium, die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, A, C, E, J und K sowie auch verschiedene Aminosäuren.

Dadurch ist er ein sehr wirksamer Viren- und Bakterienkiller und  behandelt auch Pilzinfektionen. Deshalb wird er als Zutat in Zahnpasten und Mundspülungen verwendet. Zusätzlich zu seinen antiseptischen Eigenschaften erfrischt er den Atem.

Zimt schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da er den Cholesterinspiegel regulieren kann. Er verbessert die Insulinaktivität und bei regelmäßiger, täglicher Einnahme senkt den Blutzuckerspiegel.

Er ist ein ausgezeichnetes Antioxidans, das das Immunsystem stärkt und durch die Bindung freier Radikale ein wirksames Mittel zur Vorbeugung der Entstehung von Krebs, einschließlich Darmkrebs, ist.

Zimt tötet aber auch das Bakterium Helicobacter pylori ab, das Magengeschwüre verursacht. Ausserdem ist er ein ausgezeichnetes Mittel gegen Candida albicans und E. coli,

Er lindert Erkältungs- und Grippesymptome und fördert die Wundheilung, wenn er auf die Wunden gestreut wird.

Auch bei Verdauungsbeschwerden ist Zimt eine gute Wahl, da er eine beruhigende Wirkung auf Magen und Darm hat. Er reduziert Blähungen, lindert Übelkeit und desinfiziert gleichzeitig den Darm von angesammelten Abfällen. Dank der darin enthaltenen Ballaststoffe hilft er auch bei der Linderung des Reizdarmsyndroms, beseitigt Verstopfung und entgiftet.

In einem Experiment gaben schwedische Forscher Probanden Milchreis mit Zimt. Ziel des Experiments war herauszufinden, wie Zimt die Geschwindigkeit beeinflusst, mit der Nahrung den Magen verlässt. Die Ergebnisse zeigten, dass in der Gruppe, die Zimtreispudding (nicht nur reinen) erhielt, die Nahrung länger im Magen blieb und die Blutzuckerkonzentration abnahm.

Zimt eignet sich zur Behandlung verschiedener bakterieller, viraler oder Pilzinfektionen. Dank seiner antimikrobiellen Wirkung kann es mehrere verschiedene Arten von Bakterien und Pilzen effektiv bekämpfen. Aus diesem Grund lohnt sich der Verzehr von Zimt auch bei Magengeschwüren, Lebensmittelvergiftungen und Candida-Infektionen.

Er lindert auch Verdauungsprobleme, Verstopfung und Durchfall bei Babys. Er beruhigt den Darm und entgiftet gleichzeitig, was vor der Entstehung von Darmkrebs schützt.  Bei Übelkeit und Unwohlsein kann er auch helfen.

Dank seiner antiseptischen Wirkung ist er neben Grippe und Erkältungen auch ein nützliches Kraut zur Wundbehandlung, das auch zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt werden kann.

Er enthält viele Arten von B-Vitaminen und eignet sich daher hervorragend zur Deckung der B-Vitamin-Zufuhr und kann auch bei der Behandlung von Diabetes und Insulinresistenz helfen.

  1. https://www.tabletmag.com/sections/food/articles/old-spice-cinnamon-history
  2. https://ceruleanjay.blogspot.com/2012/08/cinnamon-spice-of-gods-and-kings.html
  3. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3854496/
  4. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002916523281113
  5. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1464-5491.2010.03079.x
  6. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17556692/
  7. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6490497/